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„Kleider machen Leute“?! – Der wahre Preis der Billigmode

Nachhaltiger Konsum am Beispiel von Kleidung
„Kleider machen Leute“ – die Spruchweisheit der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller hat ihren Ursprung bereits in der Antike und hat wohl auch in der Moderne noch ihre Gültigkeit. Aber hier wollen wir die Redewendung umdrehen: „Leute machen Kleider“. Welche Leute machen unsere Kleider? Und zu welchen Bedingungen? Und mit welchen Auswirkungen für Mensch und Umwelt?
„Fast Fashion“ bezeichnet im Allgemeinen Kleidung, die billig hergestellt und verkauft wird, damit Kund*innen möglichst häufig neue Kleidung kaufen können. Im Rekordtempo machen große Modeketten Kleidung zu günstigen Preisen für alle verfügbar, und Mode entwickelt sich für viele Menschen in Deutschland zur mehrmals jährlich austauschbaren Ware. Dies hat insbesondere für die textilproduzierenden Länder wie Bangladesch soziale Folgen für die Menschen im Globalen Süden, insbesondere für Frauen. Katastrophale Arbeitsbedingungen, mangelnde soziale oder arbeitsrechtliche Sicherheiten sowie eine extrem schlechte Bezahlung von Näher*innen sind die Kehrseite der billigen Mode. Zunehmend wird außerdem die Entsorgung von Billigkleidung in Ländern des Globalen Südens ein ökologisches Problem.

  • Wie kann nachhaltiger Konsum vor diesem Hintergrund einen Beitrag für soziale Gerechtigkeit und insbesondere Geschlechtergerechtigkeit spielen? 
  • Wie können Staaten regulieren? 
  • Welche Rolle spielen dabei Zertifizierungen und staatliche Textilsiegel wie der „Grüne Knopf“? 
  • Und wie gelingt es, dass nachhaltiger Konsum keine Frage des Einkommens wird?

Referentinnen: 
Christina Fischer, stv. Referatsleitung Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen, Bundesministerium für 
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – angefragt
Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende FEMNET e.V. 

Moderation:
Jürgen Sokoll, Fachpromotor für fairen Handel und nachhaltiges Wirtschaften, Eine-Welt-Netz NRW


Stadt. Land. Welt – Web ist ein Angebot der Entwicklungspolitischen Bildung und richtet sich an interessierte Erwachsene allen Alters.
Es ist eine Kooperation zwischen Engagement Global, dem Deutschen Volkshochschul Verband (DVV), DVV International sowie den Volkshochschulverbänden Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Sie findet statt im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), das sich u.a. dafür einsetzt, Entwicklungspolitische Bildungsangebote für Menschen in ländlichen Räumen anzubieten. 
Das EBD-Programm wird finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Infos hier: https://www.volkshochschule.de/verbandswelt/programmbereiche/gesellschaft/stadt-land-welt-web.php

Voraussetzungen: PC- und Internetgrundkenntnisse.
Sie sind per Videokonferenz dem Vortrag zugeschaltet und können per Handzeichen oder über den Chat Fragen stellen.

Notwendig für die Online-Kursteilnahme: Laptop/PC/Tablet mit Kamera und Mikrofon, stabile Internetverbindung/Wlan.

Die Zugangsdaten werden Ihnen nach erfolgter Anmeldung einige Tage vor der Veranstaltung zugeschickt.




1 Abend, 27.04.2022
1 Termin(e)
Christina Fischer
Dr. Gisela Burckhardt
Jürgen Sokoll
MON104n05
kostenfrei

Ansprechpartner: vhs Online

Belegung: 
Plätze frei
 (Plätze frei)